RechtsTipps

Was muss mit Personalausweis, Autopapiere unauffällige, bequeme Klamotten und feste Schuhe Ersatzklamotten, (Plastiktüte, falls eure Klamotten z.B. mit Pfefferspray voll sind) Regenzeug, Sonnenbrille, Cap, Halstuch Schreibzeug, Stadtplan, Landkarte (Kompass) Regelmäßig benötigte Medikamente, Binden, Tampons, Verbandszeug, Augenspülflasche Infotelefonnummer, Telefonkarte und Groschen, evt. Handy (Akku raus!) Trinken und Essen, Schoki Telefonnummer vom Ermittlungsausschuss (EA) Wechselklamotten Glossar

Was bleibt zu Hause

  • Kalender, persönliche Aufzeichnungen, Adressbücher, Schlüssel (Haustürschlüssel am besten bei Freund_innen deponieren), Handy
  • Drogen, Alk
  • Schmuck, Fettcreme, Schminke, Kontaktlinsen

In Stresssituationen

Ruhe bewahren! Ketten bilden! An Absprachen halten. Auf die Menschen aus deiner Bezugsgruppe und andere achten. Beruhigend auf Leute einwirken, die in Panik sind. Wenn Rückzug, dann ruhig und entschlossen! Wildes Durcheinanderlaufen und aufgelöste Ketten erleichtern Bullen Prügelorgien und Festnahmen.

Personenkontrolle

Sie dürfen Dich anhalten, nach deinen Personalien fragen und deinen Ausweis verlangen. Frag nach dem Grund. Bei Beschlagnahmung von Gegenständen lass Dir ein Verzeichnis geben. Unterschreibe niX. Lass Dich nicht auf einen Plausch ein! Alles, was Du erzählst, wird später gegen Dich oder andere verwendet, nur deswegen reden sie mit dir.

Festnahme

Sorge dafür, dass Menschen deinen Vor- und Nachnamen und die Stadt erfahren, aus der Du kommst, damit sie dem EA bescheid sagen können. Lass Dich nicht auf Gespräche mit den Bullen ein, auch wenn sie noch so nett erscheinen und Du völlig fertig bist. Wenn Du in der Wanne/ Gefangenentransporter sitzt, sag nix über die Aktion oder deine Zusammenhänge – es könnte ein Spitzel dabei sein oder eine_r könnte später darüber plappern. (Es geht hier nicht darum, ganz besonders cool zu sein. Ihr könnt natürlich über das Wetter oder eure Frisuren reden oder Leuten unter euch, die das alles das erste Mal erleben erklären, was jetzt alles passiert…)

Auf der Wache / Gefangenensammelstelle (Gesa)

Nix sagen!! Außer: Name, Geburtsdatum, Meldeadresse, Staatsangehörigkeit und allgemeine Berufsbezeichnung (Schüler_in, Angestellte_r, Auszubildene_r) Falls sie Dich Erkennungsdienstlich (ED) behandeln wollen, Widerspruch einlegen. Du hast das Recht, zwei Telefongespräche zu führen, ruf den EA an und teile nur deinen Namen und deine Stadt mit und sag, was sie Dir vorwerfen – weiter niX!! Falls Du verletzt bist, hast Du das Recht, von einer Ärztin oder einem Arzt behandelt zu werden. Lass Dir deine Verletzung attestieren.

Auf der Wache niX unterschreiben. Protokolle geben lassen, aber niX unterschreiben! Es ist Dein Recht, nichts zu unterschreiben, auch wenn sie versuchen, Dich unter Druck zu setzen und Dir z.B. Deinen Hausschlüssel nicht wieder geben wollen.

Nach 48 Stunden sollten sie Dich raus lassen oder dem/ der Haftrichter_in vorführen. Hier brauchst Du spätestens auch eine_n Anwält_in.

Wieder draußen

Sag dem EA bescheid, dass Du draußen bist. Schreibe ein Gedächtnisprotokoll Glossar, schreib aber niX auf, was Dich oder andere belasten könnte! Dann kannst Du tief durch atmen, einen Kaffee trinken und Dich von deiner Bezugsgruppe verwöhnen lassen.

Weitere Infos

  • „Wege durch die Wüste“ ist ein Buch, dass sich ausführlich mit Repression und Ermittlungsverfahren usw. befasst – sehr empfehlenswert: UNRAST VERLAG Münster, 3. Auflage 2007
  • Was tun wenn´s brennt – Demoratgeber der Roten Hilfe (als pdf bei http://www.rote-hilfe.de/publikationen/rechtshilfetipps )

Ermittlungsausschüsse und Rechtshilfe (Rote Hilfe / Schwarz Bunte Hilfe) in vielen Städte.

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